Working Capital

Working Capital

Working Capital (auf Deutsch oft Nettoumlaufvermögen) zeigt, wie viel kurzfristiger Spielraum Ihrem Betrieb für den täglichen Ablauf bleibt. Es ist die Differenz aus Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten; positiv bedeutet Puffer, negativ kann auf eine Liquiditätslücke hinweisen.

Es hilft einzuschätzen, ob Sie laufende Rechnungen bezahlen, Ware einkaufen und kurzfristige Schwankungen überbrücken können. Beachten Sie: Working Capital ist nicht gleich Bargeld – viel steckt in Forderungen und Vorräten und ist nicht sofort verfügbar. Oft ist damit das Net Working Capital gemeint; manche Auswertungen lassen Kasse/Bank weg und betrachten nur das operative Working Capital.

Was typischerweise enthalten ist:

  • Umlaufvermögen: Kasse und Bank, offene Kundenrechnungen, Vorräte, kurzfristige aktive Abgrenzungen.
  • Kurzfristige Verbindlichkeiten: offene Lieferantenrechnungen, kurzfristige Kredite, Löhne und Steuern, kurzfristige Rückstellungen/Abgrenzungen.
Box illustration

Einfaches Rechenbeispiel

Liegt Ihr Umlaufvermögen über den kurzfristigen Verbindlichkeiten, ist das Working Capital positiv (z. B. 100 minus 70 = 30). Ist es umgekehrt, entsteht ein Engpass.