Passive Rechnungsabgrenzung

Passive Rechnungsabgrenzung (PRAP) erfasst Einnahmen, die du schon erhalten hast, aber die wirtschaftlich in eine spätere Periode gehören. Sie steht auf der Passivseite der Bilanz, weil du dafür noch eine Leistung erbringen musst; erst dann wird sie Schritt für Schritt als Ertrag gebucht.

Einfaches Beispiel
Ein Kunde zahlt im Dezember ein Jahresabo im Voraus. Der Teil, der in das nächste Jahr fällt, wird als PRAP erfasst und erst während der Laufzeit als Ertrag aufgelöst.
Typisch ist das bei Abos, Wartungs- oder Serviceverträgen sowie Mieten, die im Voraus eingehen. So stellst du sicher, dass Umsatz und Leistung zeitlich zueinander passen.
So unterscheiden sich aktive und passive Abgrenzung:
- Passive Rechnungsabgrenzung: Geld ist schon da, die Leistung erbringst du später → Passivseite, Ertrag in der Zukunft.
- Aktive Rechnungsabgrenzung: Du hast schon gezahlt, die Leistung bekommst du später → Aktivseite, Aufwand in der Zukunft.
Praktisch heißt das: Prüfe zum Stichtag alle Vorauszahlungen von Kunden und plane, wie du sie anteilig auflöst. Ein einfacher Zeitplan je Vertrag hilft, Fehler zu vermeiden.

Praxis-Tipp
Nutze eine Liste mit Vertragsbeginn, -ende und Betrag. So siehst du sofort, wie viel PRAP pro Monat in Ertrag umzubuchen ist.
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