Latente Steuer

Latente Steuer ist eine rechnerische Steuer, die nicht sofort anfällt. Sie entsteht durch zeitliche Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz und sorgt dafür, dass der Jahresgewinn die Steuerlast periodengerecht widerspiegelt.
Typische Auslöser sind unterschiedliche Abschreibungen, Rückstellungen oder die Nutzung von Verlustvorträgen. Wichtig: Es geht um Unterschiede, die sich später wieder ausgleichen; dauerhafte Unterschiede führen nicht zu latenten Steuern.
So unterscheiden sich aktive und passive latente Steuern:
- Aktive latente Steuern: weisen auf eine künftige Steuerentlastung hin, zum Beispiel wenn der steuerliche Gewinn aktuell höher ist als der handelsrechtliche.
- Passive latente Steuern: zeigen eine künftige Steuerbelastung an, etwa wenn der steuerliche Gewinn derzeit niedriger ist als im Abschluss.

Kurzes Beispiel
Wird eine Maschine steuerlich schneller abgeschrieben als in der Handelsbilanz, entsteht meist eine passive latente Steuer. Umgekehrt kann eine spätere steuerliche Abzugsfähigkeit zu einer aktiven latenten Steuer führen.
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