Gesamtkapitalrendite (ROA)

Gesamtkapitalrendite (ROA) zeigt, wie viel Gewinn ein Unternehmen mit seinem gesamten Vermögen erwirtschaftet. Sie setzt den operativen Gewinn ins Verhältnis zu allen Vermögenswerten und macht sichtbar, wie effizient das eingesetzte Kapital genutzt wird – unabhängig davon, ob es eigen- oder fremdfinanziert ist.

Einfaches Rechenbeispiel
Erwirtschaftet ein Betrieb einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 20 und beträgt das durchschnittliche Gesamtkapital 200, ergibt sich eine ROA von 10% (20 / 200).
In der Praxis gibt es zwei gängige Varianten: auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) oder auf Basis des Jahresüberschusses. Erstere blendet die Finanzierung aus und eignet sich gut für Betriebsvergleiche; letztere zeigt, was nach Zinsen und Steuern übrig bleibt. Für eine faire Aussage wird häufig das durchschnittliche Gesamtkapital der Periode verwendet.
So lesen kleine Unternehmen die ROA sinnvoll:
- Steigt die ROA, wird das Vermögen im Schnitt produktiver genutzt; sinkt sie, bindet es eher Kapital ohne entsprechenden Ertrag.
- Vergleiche am besten über mehrere Perioden und mit Betrieben ähnlicher Branche und Kapitalintensität.
- Kapitalintensive Geschäftsmodelle haben oft eine niedrigere ROA als kapitalarme Modelle – das ist nicht automatisch schlecht.
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