Direkte Kosten

Direkte Kosten

Direkte Kosten (auch: Einzelkosten) sind Ausgaben, die sich eindeutig einem Produkt, Auftrag oder Kunden zuordnen lassen. Sie fallen nur an, weil genau dieses Stück gefertigt oder diese Leistung erbracht wird, und fließen direkt in die Kalkulation ein. Das Gegenstück sind indirekte Kosten (Gemeinkosten), die mehreren Produkten dienen und verteilt werden müssen.

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Einfaches Beispiel

Eine Tischlerei baut einen Tisch: Holz, Beschläge und die Arbeitszeit am Tisch sind direkte Kosten; Miete der Werkstatt und Verwaltung sind indirekte Kosten.

Direkt heißt zuordenbar – nicht automatisch variabel. Direkte Kosten können variabel sein (Material pro Stück) oder einmalig je Auftrag anfallen (z. B. eine Prüfgebühr). In der Praxis erfasst man sie je Auftrag, Artikel oder Projekt, um den Deckungsbeitrag zu prüfen und Preise sicher zu kalkulieren.

Was typischerweise zu direkten Kosten gehört:

  • Material und Rohstoffe, die im Produkt landen
  • Handelswaren, die speziell für einen Auftrag beschafft werden
  • Fertigungslöhne direkt am Produkt oder Auftrag
  • Externe Leistungen nur für diesen Auftrag (z. B. CNC, Übersetzung, Gutachten)
  • Versand, Verpackung oder Zoll, die eindeutig zu einem Auftrag gehören
  • Reisekosten vor Ort beim Kunden für genau diesen Auftrag
  • Verkaufsprovisionen, die einem konkreten Verkauf zugeordnet sind
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Praxis-Tipp

Arbeite mit Auftrags- oder Projektnummern auf Belegen. So lassen sich direkte Kosten sauber buchen und später in der Kalkulation schnell auswerten.
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