Mindestlohn und garantierter Lohn 2026

Neuer Mindestlohn ab 2026
Zum 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 € brutto pro Stunde, 2027 folgt eine weitere Anhebung auf 14,60 €.
Die Anpassung wurde von der Mindestlohnkommission beschlossen, um steigende Lebenshaltungskosten auszugleichen und faire Bedingungen zu sichern.
Kernaussage:
13,90 €/h ab 2026, 14,60 €/h ab 2027.
Garantierter Lohn: Mehr als das gesetzliche Minimum
Neben dem Mindestlohn gilt in einigen Branchen ein garantierter Lohn (Tariflohn), der meist darüber liegt.
Er betrifft u. a.:
Pflegebranche – ab 2026 mind. 15,50 € pro Stunde
Elektrohandwerk – mind. 14,10 €
Gebäudereinigung – mind. 14,00 €

Eine Reinigungskraft darf nicht unter dem branchenspezifischen Tariflohn bezahlt werden, auch wenn der gesetzliche Mindestlohn niedriger liegt.
Folgen für Minijobs und Midijobs
Die Erhöhung wirkt sich direkt auf geringfügige Beschäftigungen aus:
Neue Minijob-Grenze ab 2026: 603 € monatlich
Midijob-Bereich zwischen 603,01 € und 2.000 €
Arbeitgeber*innen müssen Arbeitszeiten dokumentieren und Aufzeichnungen zwei Jahre aufbewahren

Durch die höhere Grenze können bisherige Minijobs in den Midijob-Bereich rutschen – mit neuen Sozialversicherungspflichten.
Arbeitgeberpflichten
Unternehmen müssen sicherstellen, dass alle Beschäftigten mindestens den gesetzlichen oder tariflichen Lohn erhalten.
Wichtig ist die Anpassung der Löhne, Dokumentation der Arbeitszeiten und die Beachtung von Branchenmindestlöhnen.
Auswirkungen und Empfehlungen
Für Beschäftigte
Mehr Einkommen und soziale Sicherheit – besonders in tarifgebundenen Branchen.
Für Unternehmen
Höhere Personalkosten und Verwaltungsaufwand, aber auch mehr Rechtssicherheit.

Löhne prüfen und anpassen
Budget aktualisieren
Mitarbeitende informieren
Erhöhung 2027 auf 14,60 € einplanen
Der höhere Mindest- und garantierte Lohn stärkt faire Arbeit und soziale Sicherheit. Unternehmen sollten jetzt ihre Löhne prüfen und rechtzeitig anpassen.
Erfahren Sie, wie die Mehrwertsteuer in Deutschland funktioniert – mit allen aktuellen Sätzen und Beispielen in unserem Artikel zur deutschen Mehrwertsteuer.
